Donnerstag, 28. Juli 2022

Russisch-Ukrainische Krieg



Der Russisch-Ukrainische Krieg (bis Februar 2022 hauptsächlich als Ukraine-Konflikt, allgemein als Ukraine-Krise, Ukraine-Krieg, Krieg gegen die Ukraine oder russisch-ukrainischer Konflikt bezeichnet) begann Ende Februar 2014 in Form eines hybriden regionalen bewaffneten Konflikts auf der ukrainischen Halbinsel Krim. Im Anschluss an die völkerrechtswidrige Annexion der Krim folgten stetige Schritte weiterer Eskalation durch Russland insbesondere mit dem Aufbau prorussischer bewaffneter Milizen in den ostukrainischen Oblasten Donezk und Luhansk (Donbass), die dort gemeinsam mit regulären russischen Truppen gegen die ukrainischen Streitkräfte und Freiwilligenmilizen kämpften. Die mit internationaler Hilfe zustande gekommenen Minsker Abkommen von September 2014 und Februar 2015 sahen für den Krieg in der Ostukraine einen dauerhaften Waffenstillstand vor; tatsächlich erreicht wurde nur eine Stabilisierung des lokalen Konflikts.
Nach einem relativen Abflauen baute Russland ab Sommer 2021 massiv Truppen an der ukrainischen Grenze auf. Ab dem 24. Februar 2022 folgte ein groß angelegter Angriff durch die russische Armee aus mehreren Richtungen. Die NATO verweigert ein direktes Eingreifen, um Kämpfe zwischen dem Bündnis und Russland zu vermeiden. Zahlreiche Länder unterstützen die Ukraine, insbesondere mit Geld und Waffen. Laut UNHCR flohen bis zum 20. April 2022 über fünf Millionen Ukrainer vor den Kämpfen und russischen Raketenangriffen auf zivile Ziele ins Ausland. Männer im wehrpflichtigen Alter dürfen im Allgemeinen nicht ausreisen. Einige Geflüchtete kehrten insbesondere im Mai 2022 wieder in die Ukraine zurück. Die USA schätzten am 13. Mai die Anzahl der gewaltsam nach Russland oder in russisch dominierte Gebiete verschleppten Ukrainer auf „Zehntausende“.

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